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Gefräst und gepflügt (Wittlager Kreisblatt, 27. Juni 2009)
Erst einparken und dann in die Luft gehen (Wittlager Kreisblatt, 2. Juni 2009)
Vom Fernsteuersender direkt ins Cockpit(Lindenblatt vom 26. Juni 2009)
Nesthäkchen allein über Bohmte (Wittlager Kreisblatt vom28..August 2009)
Ein Fensterplatz ist garantiert (Wittlager Kreisblatt vom 20. März 2008)
Distelstrauß nach 3 Alleinstarts und Landungen(Wittlager Kreisblatt vom 30. September 2009)
Luftsportler erstellten neuen Vorfluter in Eigenleistung(Wittlager Kreisblatt vom 27.November 2009)
Jetzt geht das Licht aus...(Wittlager Kreisblatt 06.November 2009)
Gut vorbereitet in das „Prüfungsrennen“(Wittlager Kreisblatt 08. Februar 2010)
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Wittlager Kreisblatt vom 27.Juni 2009
Gefräst und gepflügt
Sanierungsarbeiten auf dem Flugplatz
FL Bohmte Umfangreiche Erdbewegungen finden in diesen Tagen auf dem Flugplatz in Bohmte statt. Der Hauptteil der Landebahn, die vor 25 Jahren letztmalig saniert wurde, zeigt erhebliche Absackungen und Unebenheiten. Zur Sicherheit des Flugbetriebs entschlossen sich die Luftsportler nun zu einer Sanierung der Oberfläche. In Eigenleistung wurde mit Hilfe eines befreundeten Landwirtes die Fläche gefräst und gepflügt. Jetzt ist eine Fachfirma dabei, den Boden mittels Lasertechnik neu zu verteilen und ein Feinplanum herzustellen. Anschließend wird eine Graßeinsaat vorgenommen, so der Luftsportverein Wittlage.
Die Arbeiten sind auf 2 Jahre verteilt, da jeweils nur eine Hälfte des Flugplatzes bearbeitet wird und in Abstimmung mit der Luftfahrtlandesbehörde in Oldenburg der Flugbetrieb weiter geführt werden kann.
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Wittlager Kreisblatt vom 2.Juli 2009 ganzseitig
Sogar ein handzahmer Schulungsdoppelsitzer kann einmal etwas bockig werden – Aller Anfang ist schwer
Von Friedrich Lüke
Der Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz in Bohmte ist mittlerweile schon wieder Geschichte. Doch noch immer beschäftigen sich die Mitglieder mit dieser erfolgreichen Veranstaltung. Das erwünschte „Nachmessegeschäft“ bringt der Flugschule der Luftsportler neue Flugschüler beiderlei Geschlechts.
Der erhebliche personelle Aufwand insbesondere in der Verkehrslenkung und Parken ist mit eigenen Kräften bei dieser Großveranstaltung nicht mehr zu schaffen. Da hatte Mareike Kolthoff, gebürtig aus Levern und Schwester vom 2. Vorsitzenden Christian Kolthoff eine tolle Idee: Geht in die Schulen und werbt mit der Aktion „Parken und Fliegen“. Wer am Tag der offenen Tür hilft, auf den Parkflächen Fahrzeuge einzuweisen, bekommt als Gegenleistung einen Schnupperkurs Segelfliegen geschenkt. Ein Plakat war schnell von Schriftführer Christian Stellwag entworfen und in den Bad Essener Schulen verteilt. So ab 14 Jahre war die Zielgruppe, denn da ist die Altersgrenze um Segelfliegen lernen zu können und sich auch gegenüber Autofahren beim Einweisen behaupten zu können. Es hat geklappt, es meldeten sich einige Schüler, die dieses Angebot annehmen wollten. Auch der Infostand am Tag der offenen Tür hat einige Besucher überzeugt, doch mal in das Hobby Fliegen reinzuschnuppern.
Die 14-jährige Kristin Bühning aus Bohmte, Schülerein beim Gymnasium Bad Essen, hat am Tag der offenen Tür den vielen Fahrzeugen gezeigt, wo es lang geht. Jetzt war der verdiente Lohn einzulösen, der erste Start in einem Segelflugzeug aus dem vorderen (Flugschüler) Sitz in Begleitung eines Fluglehrers stand an. So richtig mit Steuerknüppel anfassen, Vorflugscheck wie im Airliner runter „beten“, fertig zum einklinken, bitte jetzt den linken Arm heben, damit die anderen mitbekommen, das wir abflugbereit sind. Auf dem hinteren Platz in der knallgelben „ASK 13“, so die Typenbezeichnung, hat Fluglehrer Friedrich Lüke Dienst. „Kristin, du stellst deine Füße bitte auf die Pedale und packst den Steuerknüppel ganz locker an, so bekommst du mit, was ich da mache“. Friedrich Lüke, den alle gleich mit seinem „richtigen“ Namen Fitti nennen, gibt per Funk an den Starter durch, das die „Delta 0149“ nun Abflugbereit ist. Delta steht für D wie Deutschland und die 4 Zahlen, die groß am Flugzeugrumpf geschrieben stehen, sind laufende Nummern, die das Luftfahrtbundesamt für dieses Flugzeug vergeben hat. Nun ist Ruhe vor dem Sturm, denn in gut 1 km Entfernung sitzt Lea Mestemacher auf der Startwinde. „Frauenpower“ ist angesagt. Leas Aufgabe ist es an diesem Tag laut Dienstplan, aus 1200 Seillänge etwa 400 m Flughöhe zu zaubern. Und sie hat die gut 300 PS aus dem 8 Zylinder Fordmotor gut im Griff, langsam rollt das Flugzeug an, hebt ab und steigt nach erreichen der Sicherheitshöhe von 100 Metern steil in den Bohmter Himmel. Oben angekommen ist erst mal „sammeln“ angesagt, der erste Start an der Seilwinde ist immer überwältigend, als Gast oder in diesem Fall als Flugschülerin. Kristin hat das nichts ausgemacht, klasse Gefühl kommt rüber.
„Du übernimmst jetzt den Flieger, bei Richtungswechsel den Steuerknüppel in die gedachte Kurve bewegen, dazu auch mit den Füßen in die gewünschte Richtung mit dem Seitenruder treten. Ach so, wenn wir schneller fliegen möchten, den Steuerknüppel nach vorn... und langsamer umgekehrt“. Das Wort nach vorn ist kaum ausgesprochen, da steht der ansonsten „handzahme“ Schulungsdoppelsitzer fasst senkrecht in der Luft, und das in Sichtweite über dem Elternhaus „Am Mühlenfeld“ in Bohmte....“Aller Anfang ist schwer, so sind wir alle mal angefangen,“ kommt es aus dem hinteren Sitz.
Ob ungewollter „Kunstflug“ der richtige Einstieg ist, um die auf dem Flugplatz anwesende Mutter von diesem angedachten Hobby zu überzeugen, wird sich noch zeigen. Und der nächste Flug ist da schon etwas entspannter. Kristin hat mittlerweile mit Zustimmung der Eltern die Schnupperphase in eine feste Mitgliedschaft umwandeln lassen. Und da die Bühnings aus der „Gründerzeit“ noch eine alte Luftaufnahme im Flur hängen haben, wird demnächst eine aus der jüngsten Zeit daneben hängen. Da ist es dann schon eine Herausforderung, mit den wenigen Erfahrungen am Steuerknüppel den Flieger auf Zuruf in die Nähe des Elternhauses zu steuern. Dann ist das Gemeinschaftswerk im “Kasten“, das elterliche Anwesen vom Fluglehrer eingefangen. „Da wird sich Mama und auch Papa bestimmt drüber freuen“.
Zu hoffen ist, das die Schnupperflieger der Segelflugschule der Wittlager Luftsportler auch darüber hinaus erhalten bleiben.
Sinnvolle Freizeit Segelfliegen, ist keine leere Sprachhülse, sondern ein alter Werbeslogan des Deutschen Aero Clubs, der für ein tolles Hobby in der Natur steht, bezahlbar insbesondere für Jugendliche, Förderung von Teamgeist und Übernahme von Verantwortung schon in jungen Lebensjahren.
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Fototext 1: Sanfter Katapultstart: Nach 20 Sekunden auf 400 Meter Flughöhe sind die Eckdaten eines Segelflugstarts an der Winde. Der scheinbare „Senkrechtstart“ ist am Anfang mit vielen hörbaren Eindrücken der Marke „das ist ja geil“ oder „mein Goooott“ begleitet.
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Fototext 2: Fertig zum einklinken: Schnupperflieger Lennart Henseler ist hier der Mann am Seil, der vor der startbereiten Besatzung „zu Boden geht“ und die Verbindung zur Startwinde herstellt.
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Fototext 3: Kristin Bühning (14) ist durch den Girls Day an den Schnupperkurs geraten. Diesen Tag verbrachte sie auf dem Flugplatz Bohmte bei der Flugzeugwerft Wiebusch. „Ich wollte an diesem Tag etwas außergewöhnliches machen, da bin ich zu der Firma von Ralf Wiebusch aus Bohmte gegangen, die Flugzeuge repariert. Da habe ich von der Aktion Park & Fly gehört. So bin zur Fliegerei gekommen, macht echt Spaß, möchte dabei bleiben.“
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Fototext 4: Lennart Henseler (14) aus Bohmte besucht das Gymnasium in Bad Essen: Über Bekannte vom Schwimmen von dieser Aktion gehört. „Am 1.Mai war ich auf dem Parkplatz dabei. Möchte nach dem Schnuppern gerne weitermachen, wenn von zu Hause das ok kommt. Es hängt auch an den 30 €, die ich monatlich für die Fliegerei nach dem Schnuppern rechnen muss.“
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Fototext 5: Jan Rother (13), aus Pr. Oldendorf wartet sehnsüchtig auf den 6.Novenmber diesen Jahres, dann wird er 14 Jahre alt. Der Realschüler hat sich schon immer für die Fliegerei interessiert:
„Habe mal auf der Insel Norderney vor einigen Jahren im Urlaub mit meinen Eltern einen Rundflug mitgemacht. Jetzt möchte ich es selbst lernen, das ist mein Ding. Am Infostand am 1.Mai zum Schnuppern entschlossen.“
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Fototext 6: Fliegen lernen über dem Elternhaus: Kristin Bühning kommt in der Schulungsplatzrunde immer am Elterhaus in Bohmte vorbei, was hier im Foto festgehalten ist.
Fotos: Friedrich Lüke
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Eichen-Linden-Kastanienblatt, Neue Westfälische usw. 26.Juni 2009
Vom Fernsteuersender direkt ins Cockpit
Modellflieger schafften in kurzer Zeit die Alleinflugreife
„Na ihr beiden, wollt ihr mal mitfliegen“. Mit dieser Frage ist diese Geschichte im April diesen Jahres einmal angefangen. Fluglehrer Friedrich Lüke „griff“ die beiden Modellflieger Sven Jütersonke und Michael Hartmann an der Flugleitung bei den „Großen“ auf. Auf dem Flugplatz in Bohmte fliegen „groß“ und „klein“ in Fußmarschnähe auf dem gleichen Gelände. Da ist der Blick über den „Zaun“ angesagt, besonders wenn am Heimatflugplatz der beiden Modellflieger beim MSC Falke in Frotheim bei Espelkamp manntragende Flugzeuge nicht so oft an den Start gehen. Die feuchten Wiesen im Frühjahr in Frotheim sind so gesehen der Auslöser der nachfolgenden Geschichte. Dann sind die Kameraden gelegentlich Gast auf dem Bohmter Modellflugplatz. Nach den beiden Mitflügen im Segelflugdoppelsitzer für „umsonst und draußen“ hatte es bei den Modellflugkameraden „klick“ gemacht: „Das ist ja affengeil...“. Der nächste Schritt war klar, ein Schnupperkurs für 49 Euro war schnell unterschrieben. Die 5 Starts aus dem vorderen Sitz mit dem Lehrenden im Nacken brachte Gewissheit auf beiden Seiten: Die Vorschulung durch Modellflug ist ein sehr guter Wegbereiter für die manntragende Fliegerei. „Die Jung,s werden die Alleinflugreife in kurzer Zeit erreichen“, war sich das Fluglehrerteam sicher. In diesen Tagen war es nun soweit, alle Ausbildungsabschnitte zum Alleinflug geübt und beherrscht (darunter befindet sich auch das sogenannte Trudeln und auch Seilrissübungen), jetzt konnte Sven Jütersonke aus Hille - Oberlübbe zum Alleinflug starten. Der 27-jährige Industriemechaniker mit langjähriger Modellflugpraxis legte nach nur 30 Starts mit Fluglehrer 3 perfekte Alleinflüge rund um den Bohmter Flugplatz hin. Modellflugkollege Michael Hartmann ging wenige Tage später an den Flug der Flüge, den kein Flieger in seinem Fliegerleben vergisst. Mit auch nur 30 Schulungsstarts zeigte der 18-jährige Gymnasiast aus Lübbecke – Gehlenbeck 3 tadellose Soloflüge. Der Schüler ist seit 4 Jahren Modellflieger und hat nach dem Abitur im nächsten Jahr beruflich irgend etwas mit Luft - und Raumfahrt vor. Nach den Soloflügen gab,s nach altem Brauch erst mal auf niedersächsischem Boden „so richtig den Arsch voll“, um in den erlauchten Kreis der Piloten aufzusteigen. Obendrein gibt es dann auch noch einen Distelstrauch, der nackthändig mit festem Griff zu übernehmen ist. Diese alten Bräuche der Fliegerei sollen Feinfühligkeiten von den wichtigsten Steuerorganen der Fliegerei, nämlich von Hand und Gesäß erweitern. Eigentlich war das bei Sven und Michael nicht notwendig, aber dieses Ritual lassen sich die anderen Flugschüler/innen nicht entgehen.... FL

Fototext: Durchstarter in Bohmte: In Rekordzeit schafften Michael Hartmann aus Lübbecke - Gehlenbeck (links) und Sven Jütersonke aus Hille – Oberlübbe die Ausbildung vom Modellflugpiloten zum Segelflugpiloten mit Alleinflugberechtigung.
Text und Foto: Friedrich Lüke
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Eichen-Linden-Kastanienblatt vom 28.August 2009
Nesthäkchen allein über Bohmte
15 – jährige Kristin Bühning aus Bohmte fliegt die A – Prüfung
Wittlager Kreisblatt vom 27.August 2009
Mit Nabelschnur zu den „Bodenständigen“
Erster Alleinflug von Kristin Bühning aus Bohmte: Eine steile Karriere
Es ist 10:21 Uhr Fliegerzeit auf dem Flugplatz in Bohmte. So steht es zumindest in der sogenannten Startkladde der Wittlager Luftsportler vom vergangenen Sonntag. Eine Uhrzeit, die vor allem Kristin Bühning so schnell nicht vergessen wird. Es hat auch nichts damit zu tun, das die Flieger penibel jeden Start und jede Landung dokumentieren. Auch nicht damit, das der Startleiter am Segelflug die weltweit gültige Fliegerzeit einzutragen hat, die aufgrund von Zeitzonen und Sommerzeit 2 Stunden zurück berechnet wird. Nein, es ist der alleinige Eintrag K. Bühning ohne den Namen eines Fluglehrers. Es ist die Dokumentation einer steilen Fliegerkarriere. Mitte Mai diesen Jahres bei den Luftsportlern mit dem Segelfliegen angefangen, jetzt der Start am 1100 m langem Stahlseil ohne Fluglehrer. Es ist alles geübt und zigmal geflogen, nun wird der Fluglehrer hinten fehlen, ein Funkgerät ist die noch bestehende Nabelschnur zu den „Bodenständigen“. Die Bohmter Flugschülerin, die erst vor kurzem ihren 15. Geburtstag feierte, meistert die 3 Alleinplatzrunden und vor allem die Landungen ohne Tadel. „Vor dem ersten Alleinstart geht einem schon die „Muffe“ ,gibt sie gerne zu. Da ist sie mit ihren Erfahrungen in Fliegerkreisen aber nicht allein, alle sind mal diesen Weg gegangen. Abends beim Grillen mit der Familie Bühning ist nicht nur Kristin stolz auf ihre Alleinflüge, insbesondere Mutter Kerstin, die Anfangs skeptisch den „luftigen Anwandlungen“ der Tochter gegenüberstand, akzeptiert sichtlich stolz das neue Hobby „unseres Kindes“. „Wer aus Altersgründen noch kein Mofa fahren darf, aber im Luftsport legal bereits ab 14 Jahre die volle Verantwortung für ein 30.000 € wertiges Luftsportgerät übernimmt, erfährt eine positive Persönlichkeitsentwicklung,“ wissen die Luftsportler zu berichten. Nur eines dulden die Fluglehrer bei den ersten Alleinflügen nicht, nämlich die Anwesenheit von Angehörigen während dieser Flüge. Bei Kristin war es genau so, nur das der Rest der Familie nur einfach nach oben zu schauen brauchte, denn Kristin überflog auch bei den Alleinflügen das elterliche Anwesen in Bohmte, das unter der Schulungsplatzrunde liegt. FL
Foto 1: Dem Nesthäkchen sind Flügel gewachsen: Kristin Bühning darf nun mit stolz die A-Schwinge als Abzeichen tragen. Hier geschultert mit Distelstrauch im Kreis von Fliegerkameraden/innen und Angehörigen.
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Foto 2: Allein über Bohmte : Kristin Bühning kurz vor dem ersten Start ohne Fluglehrerbegleitung. Als Glückwunsch verabreichten die Flieger der A- Pilotin einen traditionellen Distelstrauch nebst „Popoklatschen“.
Foto 1: Friedrich Lüke
Foto 2: priv.
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Wittlager Kreisblatt vom 30.September 2009
Distelstrauß nach 3 Alleinstarts und Landungen
Eine Radtour von Helmut Bloch hatte ungeahnte Folgen
FL Bohmte / Linne. Eine Fahrradtour mit Zwischenstopp auf dem Flugplatz in Bohmte blieb nicht ohne Folgen. Helmut Bloch und Begleitung hatten im Mai diesen Jahres beim sonntäglichen Flugbetrieb zugesehen und auf den Ruhebänken Platz genommen. Ein Rundflug gefällig? Ein Bekannter nahm die Sache sofort in die Hand, der Motorsegler wurde die erste Bekanntschaft mit dem Luftsport. Der Heimatort Linne gehörte natürlich auch zum „Überflugprogramm“. Da war es um den 54 – jährigen geschehen. Die nächste Station war ein Schnupperkurs für Segelflug, dann wurde der Vertrag gleich perfekt gemacht, Vollmitgliedschaft bei den Luftsportlern mit dem Ziel, Segelflieger zu werden. Es folgten intensive Segelflugschulungen mit dem Ziel, erst mal die Alleinflugreife zu schaffen. Am vergangenen Sonntag war es dann soweit. Nach 60 Starts gab der diensthabende Fluglehrer Christian Kolthoff dem Flugschüler den Flugauftrag, nun 3 Starts ohne die hinten sitzende „Beruhigung“ durchzuführen. Bloch hat die drei Alleinstarts und Landungen bestens „hingelegt“. „Man braucht doch etwas länger wie die jungen, um alles in den Griff zu kriegen“, meinte freudestrahlend der Alleinflieger. Natürlich durften die bekannten Rituale mit Distelstrauß und „Hintern versohlen“ nicht fehlen, die aber jeder Flieger gerne hin nimmt. FL
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Foto: Stacheliges Geschenk: Fluglehrer Christian Kolthoff (links) übergibt mit Handschuhen den obligatorischen Distelstrauch zur bestandenen Alleinflugprüfung an Helmut Bloch.
Foto: Friedrich Lüke
Luftsportler erstellten neuen Vorfluter in Eigenleistung.
2. Vors. Kolthoff: Toller Mannschaftsgeist bei Arbeitseinsatz
FL Bohmte. Die Sanierung des Flugplatzes in Bohmte macht weitere Fortschritte. Am vergangenen Samstag trafen sich über 20 Mitglieder des Luftsportvereins zu einem großen Arbeitseinsatz.
Nach gründlicher Überlegung und Vorbereitung wurde auf einem Flugplatzabschnitt ein Drainagevorfluter in ein geschlossenes Kunststoffrohr verlegt. Dies war notwendig geworden, da der alte Vorfluter verlandet und durch Ansiedlung von Weiden nicht mehr den Zweck erfüllte. Die Drainage und der Vorfluter war 1975 auch in Eigenleistung erstellt worden und hat bis heute erfolgreich dazu beigetragen, das ganzjährig der Flugplatz genutzt werden konnte. Die Luftsportler entschlossen sich für diese Variante,
da diese Lösung wesentlich einfacher in der Unterhaltung und auf Dauer kostengünstiger ist. 1. Vorsitzender Heinz Wischnat und 2. Vorsitzender Christian Kolthoff fanden Unterstützung seitens der Bad Essener Kommune, die für die Baggerarbeiten sorgte. Alle 6 m musste die vorhandene Drainage aufgenommen werden und mit entsprechenden Reduzierungen an den neu verlegten Sammler angeschlossen werden. Auch wurde an eine Spülmöglichkeit der Drainagerohre gedacht und jeweils entsprechende Abzweige an die Oberfläche geführt. Christian Kolthoff hatte das Vorhaben so gut vorbereitet, das die „Amateurohrverleger“ im wahrsten Sinne des Wortes schnell den Bogen raus hatten und dem Bagger hart auf den Fersen waren. Bei bestem Tiefbauwetter gingen die Arbeiten zügig voran, am Abend waren alle Rohre auf einer Länge von über 200 Metern verlegt und angeschlossen. Auf diesen erfolgreichen Arbeitseinsatz die Erbauer sichtlich stolz „Ich hatte nicht damit gerechnet, das wir das schaffen“, war dann anschließend beim Grillen im Scheinwerferlicht von den Aktivisten des Luftsportvereins zu hören. Kolthoff dankte den vielen Helfern des Luftsportvereins, die durch den Einsatz die Vereinskasse erheblich geschont haben. Überhaupt sind zahlreiche Baustunden der Mitglieder zur Pflege des Fluggerätes und des Flugplatzes notwendig. Hier nimmt der Luftsportverein unter den Sportvereinen des Altkreises eine Spitzenstellung ein. Neben diesem Hauptanliegen wurden aufgrund der zur Verfügung stehenden Personaldecke an diesem Samstag noch etliche andere Punkte im Winterarbeitsplan mit einem Haken versehen: erledigt. FL
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Foto 1: Tief(p)flug der anderen Art: Luftsportler beim großen Arbeitseinsatz zur Verlegung eines Vorfluters auf dem Flugplatz in Bohmte.
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Foto 2: Pusselarbeit in 30-zigfacher Ausfertigung: Alle 6 m mussten die vorhandenen Drainagestränge an das neu verlegte Rohr angeschlossen werden.
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Foto 3: Generationsübergreifend: Der fliegerische Nachwuchs hatte mit Schaufel und Spaten kein Problem. Schließlich ist so ein Bauvorhaben eine Investition in die Zukunft.
Text u. Fotos: Friedrich Lüke
Wittlager Kreisblatt vom 6.November 2009
Jetzt geht das Licht aus...
Saisonende bei den Segelfliegern
FL Bohmte / Bad Essen. Irgendwann geht auch bei den Segelfliegern „das Licht“ aus. Wenn dann noch kalte Herbstwinde über den Bohmter Flugplatz gehen, ist auch für den Segelflug Saisonschluss. Da ist dann schon das Zurückschieben eines Segelfugzeuges eine willkommene Möglichkeit, sich aufzuwärmen. Die Saison war Wettermäßig durchwachsen, der August zeigte sich besonders von seiner besten Seite mit guten Thermikaufwinden. Erfreulich für den Verein der Zuwachs an Mitgliedern beim Segel - und Motorflug, die Vereinsflugschule ist gut ausgelastet. Nun gehen zumindest die Fluggerätschaften für den Segelflug in den Winterschlaf, der aber keiner ist, denn in der Vereinswerkstatt gehen nun die Lichter an. Hier wird dann alles wieder fitt gemacht für die Segelflugsaison 2010, die schon Mitte März 2010 beginnen soll. Und auch sonst warten aufgelistete Arbeiten zum Erhalt des Flugplatz auf die Mitglieder, die per Baustunden abzuleisten sind. Der begleitende theoretische Unterricht wird übrigens ganzjährig angeboten. Zur Zeit läuft ein Kursus über Navigation, ab Mitte November beginnt der Unterricht für Flugfunk. Jederzeit können neue Flugschüler dazu stoßen.
Während der Motorflugbetrieb weiterläuft, halten auch die Segelflieger vorsichtshalber einen Doppelsitzer flugbereit.
Mit Flugzeugschlepp geht es bei Südwinden im Winter ins Wiehengebirge, wo dann im Hangaufwind oder sogar in sogenannten Wellenaufwinden bis ins Weserbergland stundenlang geflogen werden kann.
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Fototext: Saisonabschluss bei den Segelfliegern:
Das „Arbeitspferd“ der Segelflieger, der Doppelsitzer vom Typ ASK 13 wird nach der letzten Landung zum Hangar geschleppt.
Flug gewonnen: Willi Spreen löst Weihnachtsrätsel - Preis der STEMWEDER ZEITUNG ein
„Rechts neben den Windkraftwerken müsste es sein“. Willi Spreen aus Oppenwehe hat das große Los gezogen, hat einen der Hauptpreise im Weihnachtspreisausschreiben unserer Zeitung im vergangenen Dezember gewonnen. Jetzt sitzt er im Cockpit eines Motorseglers und „düst“ vom Bohmter Flugplatz aus mit 170 km/h seiner Heimat entgegen. Neben ihm sitzt Friedrich Lüke, der im Luftsportverein Wittlage für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Da gab es im Vorstand keine Diskussion, für die Stemweder Zeitung einen Hauptpreis zu stiften, wir haben aus dieser Region etliche Mitglieder zu verzeichnen“, so Lüke. Für Willi Spreen ist es der erste Flug seines Lebens, hat er hinterher verraten. Es sollte schon am vergangenen Samstag stattfinden, doch durchgehender Landregen verhinderte das Vorhaben. Jetzt ist bestes Flugwetter an diesem Sonntag, Flugsichten bis zum Horizont. „Auf meiner linken Seite kommt ein großer Schrottplatz am Cockpit vorbei“, teilt Pilot Lüke seinem Fluggast über Kopfhörer mit. Lüke legt die Maschine auf die linke Seite, die Tragfläche gibt die Sicht nach unten frei. „Genau hinter diesem Platz ist unser Haus, da ist noch eine Pferdekoppel dazwischen“ weiß Willi Spreen zu berichten. Jetzt ist das Duo im Zielgebiet. Friedrich Lüke trimmt den Flieger auf Langsamflug, jetzt ist purer Genuss angesagt, das schmucke Anwesen wird ausgiebig in Augenschein genommen. „Meine Frau weiß Bescheid, eigentlich müsste sie jetzt rauskommen“, so Spreen. Gedankenübertragung, unten im Garten ist eine Person zu erkennen, die winkend die „Hände zum Himmel“ hebt. Nur den beiden Pferden auf der Koppel nebenan ist es ziemlich egal, was sich gerade am Himmel und am Boden in Oppenwehe abspielt. Noch ein paar Fotos vom Haus und ein Fliegergruß mit kräftigem „Wackeln“ der Tragflächen beendet den „luftigen“ Besuch des sichtlich begeisterten Willi Spreen.

Fototext 1: Heimat aus der Luft: Das Haus der Spreen,s an der Oppenweherstraße. Unten winkt Willi Spreens Ehefrau Helga dem Flieger zu.

Fototext 2: Der erste Flug seines Lebens: Willi Spreen hat seinen Gewinn im Preisausschreiben sichtlich genossen. Im Vordergrund Friedrich Lüke von den Luftsportlern aus Bohmte.
Wittlager Kreisblatt vom 8. Februar 2010
Gut vorbereitet in das „Prüfungsrennen“
Aktive des Luftsportvereins hatten einen Termin in Bremen...
FL Bohmte / Bad Essen. Wochenlange Sprechfunkübungen zahlten sich jetzt für eine Gruppe von jungen Luftsportlern aus. Der Luftsportverein Wittlage geniest bei der Regulierungsbehörde, die den Vorsitz in der Prüfungskommission inne hat, einen guten Ruf, bestens vorbereitete Flugfunker ins „Prüfungsrennen“ zu schicken. So war es auch beim jetzigen Prüfungstermin in Bremen. Dieter Rakers, routinierter Fluglehrer und Trainer für die Sprechverfahren in Deutsch oder Englisch hatte 5 Flugschüler bestens und zeitintensiv vorbereitet. 100 Testfragen waren schriftlich zu beantworten, doch die eigentliche Herausforderung ist der simulierte An - oder Abflug an einem Verkehrsflughafen. Die Prüflinge sitzen Profis von der Flugsicherung gegenüber, deren Toleranz bezüglich falscher Redewendungen bei Freizeitfliegern nicht anders ist wie in der Verkehrs - oder Militärfliegerei.
So saßen die Luftsportler neben Flugschülern der Lufthansa und der Bundeswehr. Letztere werden zu Transportfliegern auf Transall und zukünftig Airbus A 400 M ausgebildet, die Flugausbildung wird bei der Lufthansa absolviert. Für diese Gruppe wird zuerst das englische Sprechfunkzeugnis für den Sichtflug abgelegt. Danach folgt die weitere Ausbildung zum Allgemeinen Sprechfunkzeugnis für den Instrumentenflug. Franziska Dittmann aus Bohmte, Flugschülerin für Motorflug, entschied sich von Anfang an für das englische Zeugnis. „Während die Profiflieger von Lufthansa und Bundeswehr als „Wiederholungstäter“ auftraten, hab ich es gut vorbereitet gleich gepackt“, meinte Dittmann freudestrahlend.
Die weiteren Luftsportler entschieden sich für das Flugfunkzeugnis in deutscher Sprache. Man war übrigens mit einer Gruppenkarte der Bundesbahn gemeinsam mit Trainer Rakers nach Bremen gefahren. Dieser hatte vor Aufregung um seine Schützlinge nach der erfolgreichen Prüfung nur den einen Wunsch, ein gepflegtes Bier zu sich zu nehmen. Die Abwicklung des Sprechfunkverkehrs auf Sportflugplätzen mit Segel – und Motorflugbetrieb ist dann allerdings weniger „aufregend“, wie der Anflug auf einen Verkehrsflughafen zwischen Airbus und Boeings.
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Fototext: Geprüfte Flugfunker: von links: Thammo Behrends (Bad Essen), Franziska Dittmann (Bohmte), Michael Hartmann (Lübbecke), Sven Jütersonke (Hille) und Kristin Bühning (Bohmte)
Foto: Friedrich Lüke